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Neubau Migros Herisau

Geschützte Bäume

Noch ist die Geschichte ungeklärt, wie und warum es zur Unterschutzstellung der vier Einzelbäume gekommen ist. Tatsache jedoch ist: Sie sind geschützt, und sie sind auch gesund.
Es ist anzunehmen, dass es sich um einen Restbestand des ehemaligen Villen-Parks handelt, der bis vor dem Bau des heutigen Migros-Gebäudes anfangs der 1970er Jahre auf dem Areal bestanden hat. Möglicherweise war es auch eine Auflage der damaligen Baubehörden, wenigstens einen minimalen Grünbestand langfristig zu erhalten. Herausragend ist sicher der Mammutbaum - kein einheimisches Gewächs - aber ein wichtiger Zeitzeuge für Herisau: In der Hochblüte der Textilindustrie in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunerts ein Symbol für Reichtum, Macht und Weltoffeneit.
Die geschützten Bäume symbolisieren nicht nur den ehemaligen Park, sie sind auch für das Auge wohlgefällig und kaschieren die schon heute mächtigen Migros-Fassaden. Sie sind ein markantes Element am Übergang vom heutigen Zentrum zur östlichen Dorfperipherie.
Mehr über die Mammutbäume im Appenzellerland ist zu erfahren im Bericht von Christine König im Appenzeller Magazin Nr. 8 / 2011:
PDF-Download [1'034 KB]
www.appenzellermagazin.ch

Der mächtige Mammutbaum (Wellingtonia) kann bis zu 1000 Jahre alt werden

Mammutbaum (Wellingtonia): Ein wichtiger Zeitzeuge für Herisau, eine Erinnerung an die Hochblüte der Textilindustrie

Rotbuche "Blutbuche" (Fagus silvatica)

Föhren (Pinus austriaca) Der Hauptstamm wurde vor wenigen Jahren gefällt und nicht ersetzt.

Grün und geschützte Bäume kaschieren die schon heute mächtigen Migros-Fassaden, und mit den Villen werden auch deren Vorgärten verschwinden.

Anmerkung: Die beiden Villen sind wohltuend und typisch für das Ortsbild. Sie sind nicht kommunal und nicht kantonal geschützt, aber sie sind im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgeführt. Ein neueres Bundesgerichtsurteil hat diesem Inventar nun eine viel höhere Bedeutung als bisher zuerkannt, so dass die beiden Villen nach neuen Erkenntnissen (2013) einen ähnlichen Schutz geniessen wie der Brühlhof.